Freitag, 7. Juni 2013

Geplauder #19: Zivilcourage/Hilfsbereitschaft

Yayyy und schon wieder ist Freitag,

somit ist nicht nur meine erste Woche auf der neuen Arbeit vorbei, sondern es ist auch wieder Zeit für


Heute will ich eigentlich nur kurz das Thema Zivilcourage/Hilfsbereitschaft ansprechen. Warum? Ganz einfach, ich bin eigentlich wirklich kein gläubiger Mensch, aber in der Vergangenheit habe ich doch ab und zu so etwas gemacht  wie gebetet. Also darum, dass mein Auto kein Totalschaden ist, dass wir die tolle Wohnung und ich die Arbeitsstelle bekomme. Und da alles gut gegangen ist, hatte ich auch versprochen mich zu revangieren.

Und wie es der Zufall so will, kam meine "Chance" zu zeigen, dass ich ein guter Mensch bin, der alles was passiert ist verdient hat. Ich kam am Mittwoch von der Arbeit und hörte schon von weitem einen Mann stark husten. Als ich dann so ungefähr auf seiner Höhe war, sah ich dass er nach Atemrang und zähflüssigen Schleim ausspuckte. Erst bin ich einfach weitergegangen, weil ich dachte er ist evt. betrunken oder so. Aber dann dachte ich mir 'Egal ob betrunken oder nicht, wenn der Mann erstickt, dann ist er tot und es macht keinen Unterschied.' Also gab ich mir einen Ruck und drehte um, näherte mich dem Mann vorsichtig und fragte, ob er Hilfe benötige, ob ich einen Krankenwagen rufen soll oder nicht. Er guckte mich nur mit großen Augen an und bekam dann wieder einen Hustenkrampf. Ich fragte dann, ob er vielleicht ein Asthmaspray besäße, er guckte mich erschrocken an und tastete seine Jacke unbeholfen ab. Ich sah die Oberkante einer Inhaltionsdose und sagte dem Mann er solle ruhig bleiben und zog mit Spitzenfingern die Dose aus seiner Jacke und reichte sie ihm.

Der Mann nahm dann ein paar Inhalationsstöße, beruhigte sich, die Hustenkrämpfe ließen nach und er guckte mich nur verwundert an und bedankte sich für meine "Hilfe" und lächelte zögerlich. Ich wünschte ihm alles Gute und ging weiter.

Im Nachhinein bin ich schon ein bisschen stolz auf mich. Ich weiß auch nicht was in dem Moment mit mir los war, früher wäre ich einfach weitergegangen aber nicht an diesem Tag. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass ich versprochen hatte mich für mein Glück zu revangieren und anderen zu helfen. Wer weiß, vielleicht wäre der Mann ohne meine Hilfe erstickt.

Natürlich sollte man Hilfsbedürftigen immer helfen, einfach Zivilcourage und Hilfsbereitschaft zeigen, aber wer macht das schon im Alltag? Also mir fällt wirklich nichts so richtig ein, wo ich so gehandelt habe. Wenn man mal vom Platzanbieten in der Bahn für Ältere, Schwangere, ect. absieht.

Wie sieht es bei euch aus wie ist es um eure Zivilcourage/Hilfsbereitschaft bestellt.
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Das Leben ist zu kurz um sich über unwichtige Dinge aufzuregen :D

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Kommentare:

  1. Ich find das ein wichtiges Thema. Bei uns war zB letztes Jahr neben uns am Silbersee ein Mann, der wohl schon ein schwaches Herz hatte, aber unbedingt noch bei über 30 Grad in der prallen Sonne sitzen musste. Als er dann ewig kaum Luft gekriegt hatte und seine Frau aber meinte, es wäre ja alles okay, haben wir den Krankenwagen gerufen. Hatten keine Lust, dass er direkt neben uns abnippelt. Und Wodka hatte er wohl zuhause auch schon getrunken...
    Wovon ich mich aber fernhalte, sind Schlägereien oder sowas. Da kann man lieber aus sicherer Entfernung die Polizei rufen, aber wenn man direkt selber helfen will, geht das doch neuerdings meistens nach hinten los...

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  2. Find ich auch! Also aus Schlägereien würd ich mich auch raushalten, bei sowas gerät man einfach viel zu schnell selbst in Gefahr und da bin ich ehrlich, da bin ich einfach zu egoistisch für.
    Wer weiß, wenn ich trainierter wär & mich wehren könnte, vielleicht, aber sonst halt ich mich da raus und ruf lieber die Polizei..

    Ansonsten find ich dein Handeln echt gut, da sind bestimmt einige Leute an dem Mann vorbeigegangen und haben ihm nicht geholfen - es ist gut, dass es Menschen gibt, die es tun.

    Ansonsten helf ich gerne wenn mir was auffällt und nicht schon 100 Leute drumherum stehen und helfen (Gott sei Dank passiert das bei uns doch, wenns wirklich um was Ernstes geht) & ich irgendwie helfen kann^^

    Letztes Jahr hatten wir auch so eine Situation - die jetzt bei Gott nicht so dramatisch war, aber trotzdem hab ich damals nur den Kopf schütteln können.
    An einer U-Bahn Station war eine Frau mit Krücken und die hat immer wieder versucht die vorbeigehenden Leute anzusprechen, sie hat auch gar nicht seltsam ausgesehen oder sonstwas, trotzdem ist jeder einfach vorbeigegangen und hat sie nur total blöd angesehen.
    Ich und mein Freund sind dann stehengeblieben und huch? Die Frau wollte nur fragen, wie man sich ein Ticket ausdruckt, da sie sonst immer mit dem Auto fährt und sich halt nicht auskennt mit dem Automaten.

    Also ich versteh immer noch nicht wieso die Menschen nicht stehengeblieben sind, ich find sowas echt schrecklich...

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  3. Zum Thema Hilfsbereitschaft fällt mir aktuell das Hochwasser ein. Ich würde gern in den Osten fahren und helfen, aber mit dem Baby jetzt wäre das einfach zu gefährlich :(

    Ich finde es toll, dass Du dem Mann geholfen hast. Weiter so ;)

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